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07. Jun 2018

Ciao Milano!

Pizza Margarita oder Pizza Napoletana? Sauvignon Blanc oder Chianti? Prada oder Gucci? Da Vinci oder Giuseppe Verdi? In unserem Nachbarland Italien dreht sich bekanntlich alles um den guten Geschmack. Sei es bei gutem Essen, edlem Wein, exklusiver Mode, einzigartiger Architektur oder himmlischer Musik. Die Metropole Mailand in Bella Italia lässt vor allem Kulinarik- und Kulturherzen höher schlagen wie kaum anders wo. Ein Ausflugsziel wie geschaffen für die Musikantinnen und Musikanten der Prutz Musi. So brachen 46 Unternehmungslustige am Freitag, den 25. Mai, über Scuol und St. Moritz, vorbei am Comer See auf in Richtung Süden - mit dem Ziel Mailand. Bekannterweise schreit eine 6-stündige Busfahrt am Ende nach Ruhe und Erholung. Doch als man inmitten der Modemetropole angekommen war, gab es weder das eine noch das andere. Sofort brachen alle auf, um die Großstadt auf eigene Faust zu erkunden. Während die einen am Naviglio Grande Muscheln mit Weißwein genossen, schlürften andere vor dem Mailänder Dom ihren Aperol Spritz. Wiederum andere gönnten sich ein kühles Blondes, um dem Verdruss nach der geliebten Heimat zu entkommen …


Tag 2 in Mailand versprach so einiges: Bevor es am späten Nachmittag auf eine kulinarische Reise zu einem Weinbauer außerhalb Mailands gehen sollte, war eine Stadtrundfahrt mit Antonio, sowie ein Besuch in Bergamo geplant. Antonio, seines Zeichens Reiseführer mit Leib und Seele kennt jeden Winkel Mailands, wie wir jede Note unseres Florentiner Marsch kennen. Insidertipps, Geschichten und Geheimnisse sprudelten nur so aus Antonio heraus, als wir die Stadt im Bus und zu Fuß erkundeten. Ziel eins der Reisetour durch Mailand war Tomba di Manzoni, der Monumental-Friedhof Mailands, mit seinen imposanten Skulpturen, Grabsteinen, Gruften, Denkmäler und Gemälde. Mit dem Bus ging’s weiter, vorbei am Arco della Paze - Triumphbogen, auch Friedensbogen genannt - auf der Piazza Sempione, hin zum Sforza Castle mitten in der Stadt. Zu Fuß, durch einen großen Park hindurch, ging’s zu der ehemaligen Burg, umgeben von einem Burggraben und umringt von meterdicken Mauern. Antonio, ein italienisches Schlitzohr durch und durch, sorgte sogar bei den Kulturbanausen für beste Stimmung und machte das Sightseeing zu einem Abenteuer. Gekrönt wurde die Tour von den letzten zwei Stationen des Tages, den wohl bekanntesten Orten Mailands: der Galleria Vittorio Emanuele II und dem Mailänder Dom. Beschreiben lässt sich der Anblick dieser Bauwerke nur schwer, am besten tun dies die Fotos unter diesem Artikel …


Bergamo sollte jedem ein Begriff sein. Das kleine Städtchen in der Lombardei ist vor allem wegen seiner Oberstadt und dem Dom bekannt. Über eine kleine Bahn gelangt man in die schnuckelige Altstadt, die vor Charme nur so sprüht. Durch die kleinen Gassen führt der Weg direkt in die Stadtmitte zum Dom, von welchem aus man einen fabelhaften Ausblick genießen kann. Mit einem originalen italienischen Eis in der Hand rundet man den Ausflug perfekt ab.


Zeit für Highlight Nummer 3: Weinverkostung beim Winzer Mosnel außerhalb Mailands. Gestartet wurde mit einer Führung über Anwesen und Firmengelände. Wie schon Antonio zuvor, erwies sich auch Reisebegleiterin #2 als Traumfang. Antonella spricht Deutsch und in ihren Adern fließt, da sind sich die Musikanten einstimmig einig, Wein. Liebevoll erklärte sie wie der Wein bei Mosnel hergestellt wird und wie viel Arbeit hinter einer Flasche steckt. Mit ihrem bezaubernden Lächeln beschrieb sie alles genau und lächelt dabei so viel, dass sich wahrscheinlich nur die Musikantinnen alles genau merken konnten. Im Anschluss an die Führung stand der eigentliche Höhepunkt des Besuches am Programm: die Verkostung der Weine inkl. 4-Gänge Menü von Chefkoch Paolo. Man fühlte sich wie im siebten Kulinarikerhimmel und wollte gar nicht mehr weg, von diesem so wunderbaren Ort. Doch als Obmann Christian schließlich zum Aufbruch pfiff, waren die meisten in Gedanken schon lange nicht mehr bei Wein und gutem Essen. Der Grund: Das Champions League Finale war in vollem Gange und wurde über Smartphones verfolgt. Der Schlusspfiff des Spiels war gleichzeitig auch das Signal für die erneute Ankunft im Hotel in Mailand. Ein wundervoller Tag mit bitterem Nebengeschmack - Real Madrid holte sich den Fußballtitel - ging zu Ende und die meisten ließen die unvergesslichen Momente bei einem schönen Glas Wein in einer der unzähligen Bars Mailands ausklingen.

 

Der letzte Tag: die Heimreise über Umwege. Ist man in Italien und nahe der Schweiz, führt natürlich kein Weg am bekannten Bernina Express vorbei. “Der Bernina Express verbindet als höchste Bahnstrecke über die Alpen den Norden Europas mit dem Süden, schlägt Brücken zwischen Sprachregionen und Kulturen. Die Bahnstrecke fügt sich harmonisch in die Gebirgswelt von Albula und Bernina ein. 55 Tunnels, 196 Brücken und Steigungen von bis zu 70 Promille meistert der Bernina Express mit Leichtigkeit. Auf 2 253 Meter über Meer thront das Ospizio Bernina.” Eindrücke, wie man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Von Tirano bis Pontresina führte der Weg ehe wieder im Reisebus Platz genommen und über St. Moritz die Heimreise nach Prutz angetreten wurde.


Ein Ausflug, welche so schnell nicht aus den Köpfen der Prutz Musi verschwindet und wohl noch einige Zeit für Gesprächsstoff sorgen wird. Danke!

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