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11. Mar 2016

Von Registerpreisen, Skiabenden und Musi-Diplomatie

Das Tenorhorn- und Tubenregister verbrachte gestern einen gemeinsamen Skiabend in Fendels. Was es damit auf sich hat, und warum dieser Abend noch einige Fragen aufwirft, erfahrt ihr hier.

Die Vorgeschichte

Wie sich die fleißigen Leserinnen und Leser unter euch wahrscheinlich noch erinnern können, war das Bezirkswertungsspiel 2014 in Serfaus für ein Register der Musikkapelle Prutz mit besonderem Erfolg gekrönt. Die Tenorhörner schafften es damals, den heißbegehrten und hart umkämpften Registerpreis der Stufe D für sich zu gewinnen. Das Medienteam der MK-Prutz hat berichtet.

Zwei Details haben wir euch jedoch damals vorenthalten. Zum einen ist dies die Begründung durch die Jury. Diese adelte besagtes Register nämlich mit dem ruhmvollen Prädikat „Für besonders klangvolles und homogenes Musizieren“, was die gemeinten Musiker sogleich veranlasste, ihr Register (unter der Initiative ihres Mitgliedes Hans W.) offiziell in „Homogenregister“ umzubenennen. Der Preis brachte dessen Trägern allerdings nicht nur immerwährenden Ruhm, sondern war auch – und dies bringt uns zum zweiten Detail – mit der nicht unbeträchtlichen Summe von 250,00 € dotiert, die von den Homogenen für kameradschaftliche Zwecke eingesetzt werden konnte. So weit, so gut.

Was seither geschah

Nun ja, bis zum 10. März dieses Jahres eigentlich nicht viel. Die Homogenen überzeugten weiterhin mit ihrem klangvollen Spiel und nahmen sogar ein neues Mitglied - die erste „Homogenin“ - in ihren erlauchten Kreis auf. Das Preisgeld wurde zwischenzeitlich an einem sicheren, jedoch nicht näher genannten Ort geparkt. Es darf vermutet werden, dass es sich bei diesem Ort um ein Bankinstitut Homogen’schen Vertrauens handelt und das Geld dort angelegt wurde, um die Zinsen für sich arbeiten zu lassen. Denn just zu dem Zeitpunkt, als die EZB ihren Leitzinssatz auf  0,0 % senkte, beschloss das Register, das Geld seinem eigentlichen Zweck zukommen zu lassen, was uns zum Kern dieses Artikels führt.

Der Kameradschaftsabend

Aktiv und rege wie unsere Homogenen nun mal sind, wurde einstimmig beschlossen, beim Kameradschaftsabend nicht nur kulinarischen sondern auch sportlichen Genüssen zu frönen. Die Instrumente für einen Abend gegen Ski getauscht, begab man sich kurzerhand in ein nahegelegenes Skigebiet, wo bei Flutlichtbetrieb, ausgezeichneten Pistenverhältnissen und einer grandiosen Schnitzel- und Bier-Qualität im pistennahen Restaurant das wohlverdiente Preisgeld verprasst wurde. Ein überaus gelungener Abend möchte man meinen. Ein kleines Detail macht uns aber stutzig. In ihrer großzügigen Art luden die Homogenen nämlich auch das Tuben-Register zu ihrem Abend ein. Grundsätzlich ja ganz nett, aber wir vom „MK-Prutz-Investigativ-Team“ hätten da noch einige Fragen zur Vergabepraxis. Wie kamen die Tuben zu der Ehre? Gab es etwa vorher ein Casting für das „zweithomogenste Register“ von dem wir nichts wussten? War es ein Akt reiner Nächstenliebe und der Versuch, die nachbarschaftlichen Bande zwischen Tuben und Tenorhörnern zu stärken? Oder beruht die Entscheidung gar auf der Annahme, dass die Tuben den nächsten Registerpreis gewinnen werden und man dann den nächsten Kameradschaftsabend auch schon im Sack hätte? Ein Spekulationsgeschäft sozusagen?

Und die Auswirkungen dieser „Nacht- und Nebelaktion“ auf die diplomatischen Beziehungen zu den anderen Registern? Die bleiben abzuwarten. Wir halten euch jedenfalls auf dem Laufenden.

PS: Natürlich gönnen wir unserem tiefen Blech den gemeinsamen Abend und den Tenorhörnern ihren Sieg beim Registerwettbewerb. Es ist der reine Neid, der aus uns spricht ;-).

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